
CUT

Gabriele Basch
Die Berliner Künstlerin Gabriele Basch thematisiert in ihren Arbeiten die Rolle, welche Zeichen, Symbole und Logos in unserer Gesellschaft spielen. Die Künstlerin wählt Zeichen und Motive aus dem offenen Fundus der Bildsprachen verschiedener Epochen und Milieus und verarbeitet sie in großformatigen Scherenschnitten. Gabriele Basch rekonstruiert in ihrer Serie „fit“stereotype Frauenposen aus Modemagazinen und gibt ihnen im Scherenschnitt einen neuen choreographischen Zusammenhang.
Die Technik des Scherenschnitts weckt Assoziationen an die portraithaften Silhouettenbildchen des 18. Jahrhunderts und deren darauffolgende Verkitschung im 19. Jahrhundert. Der unterschwelligen Romantik dieser Technik begegnet Gabriele Basch durch ihre monumentalen Formate. Die Arbeiten unter dem Titel „Bis an’s Ende der Welt“ basieren auf der Fünfziger-Jahre-Fotografie eines Blumengebindes. Durch die mehrfache Projektion der Fotografie aus verschiedenen Perspektiven entstanden Vorlagen für die Scherenschnitte. Sie wirken wie wildwucherndes Gestrüpp und erhalten im Zusammenspiel mit ihren Schatten eine eigene skulpturale Dichte. Die in den Raum gehängte „Partner-Schaukel“ , ausgestattet mit zwei Paar Kopfhörern über die der Rod-Steward-Song „The first cut is the deepest“ läuft, lädt den Besucher ein. in Bewegung Teil der Gesamtinstallation zu werden.

